Cäsar
Auch wenn Cäsar sicher nicht unbedingt in diese Liste gehört, möchte ich gerne den Einstieg in diese Liste mit diesem kleinen Video aus dem 2008 erschienenen Film “Rom” machen.

Tipp – toll gemachter Film
Erschienen: 2008
Länge: 566 Minuten
Kosten bei Amazon: 49,95€
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Kaiser Augustus (30 v Chr. -14 n. Chr)
Kaiser Augustus
August, lat. “der Erhabene” ist der erste römische Kaiser. Er ist 63 v. Christus in Rom geboren und im Jahr 14 nach Christus gestorben. Er war der Großneffe und Adoptivsohn Julius Caesars. Nach dessen Ermordung im Jahr 44 v. Christus, gerät er in Konflikt mit Marcus Antonius. Nachdem er diesen besiegt hat bilden sie jedoch zusammen mit Lepidus das 2. Triumvirat. Politische Gegner und die Mörder Julius Caesars werden daraufhin umgebracht oder verbannt. Nachdem Lepidus ausgeschaltet wurde, geraten jedoch Augustus und Marcus Antonius erneut in Konflikt. Nachdem Seesieg bei Actium wird Marcus Antonius all seiner Ämter enthoben. Somit ist Augustus ab diesem Zeitpunkt im alleinigen Besitz der Macht. Augustus herrscht 40 Jahre lang. Er verzichtet auf Neueroberung, ihm geht es um eine Konsolidierung des Imperiums, sowohl innen – wie auch außenpolitisch.
Kaiser Tiberius (14 -37 n. Chr.)
Kaiser Tiberius Julius Caesar, geb 42 v. Chr. Für lange Jahre zog er sich nach Rhodos zurück, um dort das Leben eines Gelehrten zu führen, ging jedoch im Jahr 6 n.Chr. zurück nach Gallien. In den ersten Jahren regierte er entschlossen und erfolgreich, auch wenn er an Beliebtheit nie an die seines Vorgängers herankam. Enttäuscht zog er sich im Jahr 26 nach Capri zurück. In Rom etablierte der Gardepräfekt Sejanus im Namen von Tiberius ein Schreckensregiment. Im Jahre 31 wurde Sejanus hingerichtet. Wenngleich Tiberius sicher zu einem der fähigsten römischen Kaiser gezählt werden kann, ist seine Regierungszeit bis heute eng verbunden mit dem Attribut einer Schreckensherrschaft, was auf die negative Würdigung des Historikers Tacitus zurückzuführen ist. Als Tiberius nach Capri zurückgehen möchte, stirbt er jedoch vorher.”

Kaiser Caligula (37-41 n.Chr)
Kaiser Caligula
Sein Name kommt vom Begriff Caliga, was übersetzt Soldatenstiefel bedeutet. Schon als Kind begleitete er seinen Vater in die Kasernen und trug dort kleine Soldatenstiefel. Nach einem maßvollen Beginn seiner Regierung, kam schnell der Umschwung, aufgrund vor Angst vor Attentaten. Er herrschte mit viel Willkür und Grausamkeit, trieb die römischen Finanzen durch aufwendige Bauten und verschwenderische Theateraufführungen an den Rande des Ruins. Um wieder zu Geld zu kommen, betrieb er Majestätsprozesse und Erpressungen. Er ließ sich gottgleich verehren. Außenpolitisch konnte er nichts bewegen, feierte aber Triumphe, ohne Schlachten gewonnen zu haben. 41 wurde Caligula von Prätorianeroffizieren ermordet.
Kaiser Claudius (41-54 n. Chr.)
Nach der Schreckensherrschaft des Caligula wollte der römische Senat die Republik wiederherstellen. Die Prätorianer aber riefen Caligulas Onkel, Claudius, zum Kaiser aus, der das
Kaiser Claudius
eigentlich gar nicht richtig wollte. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit setzte er in die Reorganisation der römischen Finanzen und in den Aufbau einer effizienten Verwaltung. Unter seiner Regierung kam er zu vielen Neugründungen von Städten in den Provinzen. Claudius wurde von der eigenen Ehefrau umgebracht, die damit den Thron freimachen wollte für ihren Sohn Nero
Kaiser Nero (54-68 n.Chr.)
Kaiser Nero
Auch seine Regierung begann gut. Sein Lehrer Seneca hatte einen mäßigenden Einfluss auf ihn. Nachdem er diesen jedoch in den Selbstmord getrieben hatte, artete seine Herrschaft auch in eine Schreckensherrschaft aus. Er brachte sogar seine eigene Mutter um Nero sah sich selbst als ein grosser Künstler. Als im Jahr Rom durch einen schrecklichen Brand verwüstet wurde sang er dazu Lieder vom Untergang Trojas. Unterstellungen er hätte Rom selber angezündet lassen sich historisch jedoch nicht belegen. Die Schuld schob er den Christen in die Schuhe, so dass es zur ersten grossen Christenverfolgung kam. Im Zuge des Wiederaufbaus, baute er sich einen Prachtpalast, der unter dem Namen das „Goldenen Haus” in die Geschichte einging. Nachdem sich die Armeen gegen Nero aufgelehnt haben, muss Nero fliehen und lässt sich von einem Freigelessanen umbringen. Seine letzten Worte sollen gewesen sein.
“Welch ein Künstler geht mit mir zugrunde!” Der Tod Neros war das Ende der Julisch-Claudischen Dynastie.
Römische Kaiser – Das Vierkaiserjahr (68 – 69 n. Chr.)
Kaiser Galba
Nach der Herrschaft Neros wurde der 71 jährige Galba zum Kaiser ernannt. Obwohl er nicht aus aus dem julisch-claudischen Herrscherhaus stammte, nahm er die Titel Caesar und Augustus an. Widersprüchliche Entscheidungen und sein Geiz machten ihn jedoch bei den Soldaten schnell unbeliebt. Berichte darüber verbreiteten sich schnell im Imperium und so kam es dazu, dass die römischen Legionen am Niederrhein Anfang 69 den Statthalter Vitellius zum Kaiser ausriefen. Die Legionen in Obergermanien schlossen sich der Wahl an. Darauf hin wurde Galba von der Prätorianergarde ermordet und Otho wurde mit Hilfe der
Kaiser Otho
Prätorianer Kaiser, der jedoch von Vitellius nicht akzeptiert wurde. Nachdem es zum Krieg kam und Otho bei der ersten Schlacht von Bedriacum eine Niederlage erlitt, brachte er sich selbst um. Die syrischen und ägyptischen Legionen, die Vitellus
Kaiser Vitellius
unterstützt hatten, riefen nun ihrerseits Vespasian zum Kaiser aus und es kam erneut zu Kämpfen. In der zweiten Schlacht von Bedriacum unterlagen die Truppen des Vitellius, der daraufhin in Rom umgebracht wurde. Vespasian, der zur Zeit seiner Ernennung noch in Ägypten weilte, konnte sich als Kaiser durchsetzen.
Römische Kaiser – Vespasian (69-79 n. Chr.)
Der Senat ernannte schnell Titus Flavius Vespasianus (Vespasian) zu Vitellius Nachfolger. Dieser musste sich zunächst der Aufgabe widmen, im Reich nach den Wirren wieder Ordnung herzustellen. Schon zu Beginn der Wirren um die Kaiserherrschaft war es zu einem Aufstand der Juden in Palästina gekommen, den der Sohn Vespasians Titus im Jahr 70 niederwerfen konnte.
Seine Nüchternheit, Sparsamkeit und Freundlichkeit machten ihn zu einem der erfolgreichsten Kaiser Roms. Er konnte die Staatsfinanzen, die durch den Bürgerkrieg zerüttet waren konsolidieren, die Verwaltung verbessern und er schaffte es auch zu einem Ausgleich mit dem Senat zu kommen.
Bei seinem Tod im Jahr 79 war im Imperium die Ordnung wiederhergestellt.
Römische Kaiser – Kaiser Titus (79-81)
Titus begann seine militärische Laufbahn schon zu Zeiten Kaiser Neros. Als Vespasian Kaiser
Kaiser Titus
wurde, übertrug dieser Titus den Auftrag, den jüdischen Aufstand zu beenden. Im Jahr 70 wurde Jerusalem eingenommen, im Jahr 73 brach der letzte Widerstand der Juden zusammen, als die Römer die Festung Massada einnahmen. In seine Herrschaftszeit fiel der Ausbruch des Vesuvs, der Herculaneum, Stabiae und Pompeji vernichtete. Trotz seiner kurzen Regierungszeit galt er als sehr beliebt. Das Volk und der Senat, zu dem Titus ein gutes Einvernehmen hatte, trauerten gleichermaßen über seinen frühen Tod. Es gab Gerüchte, sein Bruder Domitian hätte ihn vergiftet, die sich jedoch nicht bestätigen liessen.
Römische Kaiser – Kaiser Domitian (81-96)
Kaiser Domitian
Am Tag, an dem Titus starb, ließ sich sein Bruder Domitian von den Prätorianern zum Kaiser ausrufen. Während sein Bruder die republikanischen Traditionen achtete und immer auf ein gutes Verhalten zum Senat setzte, versuchte Domitian intensiv seine Alleinherrschaft auszubauen. Er erhöhte sich auch zu einem Gott. Während er auf Konfrontation zum Senat ging, versuchte er gleichzeitig die Armee für sich zu gewinnen. Diese schien im wichtig, um seine Pläne für Gebietserweiterungen voranzubringen. Erfolge konnte er im Südwesten Germaniens erzielen. Auch begann er mit den Befestigungsanlagen, die seine Nachfolger weiter ausbauten und die wir heute unter dem Namen Limes kennen.
Sein grösste Unternehmung war jedoch die Eroberung Dakiens (dem heutigen Rumänien). Erst nach einigen Niederlagen konnten sich Domitians Heerführer durchsetzen. Nach einer Revolte gegen ihn, wuchs Domitians Misstrauen gegenüber dem Senat weiter. Die letzte Phase seiner Herrschaft ist gekennzeichnet von Hochverratssprozessen und Hinrichtungen von Senatoren. Um ihrer Hinrichtung zu entgehen, zettelten Domitians Gardepräfekten und seine Frau Domitia eine Verschwörung an, der Domitian im Jahr 96 zum Opfer fällt.
Römische Kaiser – Kaiser Nerva (96-98)
Nach der Ermordung Domitians erkannte der Senat das rangälteste Senatsmitglied Nerva als neuen Kaiser an. Nerva war wahrscheinlich selber an der
Kaiser Nerva
Ermordung Domitians beteiligt. Da Domitian bei den Legionen und bei den Prätorianern beliebt gewesen war, blieb Nerva nichts anderes übrig, als die an der Verschwörung beteiligten Mörder auszuliefern und einen beliebten Heerführer, Trajan, zu adoptieren. Diese Adoption war der Beginn eines neuen Systems der Kasierwahl, weil die Nachfolge durch Adoption eines fähigen Mannes und nicht durch Geburt geregelt wurde.
Römische Kaiser – Kaiser Trajan (98-117)
Trajan stammte aus dem Süden Spaniens und war somit der erste Kaiser, der aus einer Provinz stammte. Er ist der letzte Erobererkaiser. 102 wurde Dakien
Kaiser Trajan
unterworfen und 107 zur römischen Provinz erklärt. Im Krieg 114-117 gegen die Parther hat Trajan Armenien und Mesopotamien erobert. 116 stiess er bis zum Persischen Golf vor. Die Erhebung der Juden hinderte ihn jedoch daran, den Krieg zu Ende zu führen. Er musste sich zurückziehen, starb jedoch auf der Rückreise nach Rom in Kilikien, wahrscheinlich an einem Schlaganfall.
Er tatkräftig im Ausbau der Grenzverteidigung, er verstärkte den Limes und baute den Trajanswall in der Provinz Moesien, dem heutigen Rumänien und Bulgarien. Er gründete zahlreiche Kolonien und entwickelte eine starke Bautätigkeit, was dank des Reichtums aus der unterworfenen Provinz Dakien möglich war. Unter der Regierung Trajans erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung und den Höhepunkt seiner Macht. Er war der der größte und letzte Eroberer des römischen Reiches.
Römische Kaiser – Kaiser Hadrian (117-138)
Kaiser Hadrian
Hadrian ist 76 n. Chr. in der selben Gegend Spaniens geboren, wie Trajan, und diente lange Zeit unter ihm. Es ist möglich, dass Trajan Hadrian an seinem Sterbebett adoptiert hat. Hadrian setzte die Eroberungspolitik seines Vorgängers nicht fort. Um durch weitere Kriege nicht den Bestand des Reiches zu gefährden, gab er sogar Gebiete, die von Hadrian erobert worden waren, wieder zurück und schloss mit den Parthern Frieden. Hadrian setzte auf die Festigung des Erreichten, gefährdete Grenzen wurden durch Befestigungen gesichert, am bekanntesten ist der nach ihm benannte Hadrianswall, der entlang der schottisch-englischen Grenze verläuft.
Er errichtet ein riesiges Mausoleum, das heute unter dem Namen Engelsburg bekannt ist. Ein auffälliges Merkmal seiner Regierungszeit ist die intensive Reisetätigkeit durch viele Provinzen, mehr als die Hälfte seiner Regierungszeit verbrachte er außerhalb Italiens. Obwohl es während seiner Regierungszeit im Imperium relativ ruhig blieb, kam es in der Zeit von 132-135 zum zweiten jüdischen Krieg, der mit aller Härte geführt wurde. Nachdem Hadrian auf den Trümmern Jerusalems eine Kolonie mit einem Jupitertempel gründen wollte, kam es zum Aufstand unter der Führung von Bar Kochba. In diesem Krieg fanden bis zu 500.000 Juden den Tod.
Römische Kaiser – Kaiser Antonius Pius (138-161)
Antonius mit dem Namen Pius („der Milde“) wurde 138 von Hadrian adoptiert und bald darauf Kaiser. Wie sein Vorgänger verzichtete auch er
Kaiser Antoninus Pius
auf Eroberungskriege. In Britannien schob er die Grenze des Imperiums weiter nach Norden und erreichte dort im Jahr 141 den Antoninuswall. Britische Aufstände konnten niedergeschlagen werden. Ansonsten verlief seine 23 jährige Regierungszeit relativ friedlich. Seine Regierungszeit fällt wohl zusammen mit der glücklichste Epoche des Imperiums.
Römische Kaiser – Marcus Aurelius (161-180)
Marcus Aurelius wurde bereits im Jahr 138 von Antonius Pius adoptiert. Er folgt ihm im Jahr 161, genauso wie ein zweiter Adoptivsohn des Antonius Pius, Verus. Marcus Aurelius ernannte ihn zum Mitregenten. Die Teilung der Herrschaft gab es unter Marcus Aurelius zum ersten Mal. Diese geteilte Herschafft dauerte bis zum Tod des Verus im Jahr 169. Marcus Aurelius war der Philosoph auf dem Kaiserthron. Und obwohl er keine Freude am Kriegführen hatte, war seine Regierungszeit weitgehend vom Einfall der Germanenstämme der Markomannen und Quaden, sowie von den Kriegen, die er gegen die Parther führte, geprägt. Er kommt ab von der Tradition, den Nachfolger durch Adoption zu bestimmen, sondern durch eine Erbfolge und empfiehlt, dass sein Sohn Commodus zum Nachfolger ernannt werden soll. Bekannt ist sein Buch „Selbstbetrachtungen“, dass er unter anderem während seiner Feldzüge geschrieben hat.
Römische Kaiser – Commodus (180-192)
Schon im Jahr 176 war Commodus von seinem Vater zum Mitregenten ernannt worden. Obwohl der Übergang der Macht von Marcus Aurelius auf Commodus friedlich verlief, kamen schnell Gerüchte von einer Verschwörung des Senats gegen Commodus auf, was zu Anspannungen zwischen dem Kaiser und dem Senat führte. Commodus war weniger an Regierungsgeschäften interessiert als vielmehr, damit sich selber zu verherrlichen. Er hatte eine Leidenschaft für Gladiatorenspiele und trat sogar selbst als Gladiator auf. Seine Regierungszeit war geprägt von Terror und Verschwörungen, die jedoch alle misslingen, bis ihn im Jahr 192 der Prätorianerführer Laetus erdrosseln lassen kann.
Die Severer
Römische Kaiser – Septimius Severus (193-211)
Nach der Ermordung Commodus kam es zum Bürgerkrieg. Für nur einige Monate kam der Prätorianerführer Pertinax auf den Thron. Und ähnlich, wie beim Erlöschen des Hauses der Julier wurde, wie seinerzeit Galba, auch Pertinax aufgrund seines Geizes ermordet. Sein Nachfolger Julianus schaffte es dann nur noch etwas mehr als zwei Monate sich auf dem Thon zu halten, bevor er auf Befehl des Senats hingerichtet wurde. Kurz vorher waren in Pannonien Septimus Severus und Syrien Niger von ihren jeweiligen Legionen zum Kaiser ausgerufen worden. Nachdem Severus in Rom einmarschiert war, besiegt er bald danach Niger an der Grenze zwischen Syrien und Kleinasien. Ein weiterer Ursurpator, Clodius Albinus, wurde von den Truppen des Septimus Severus bei einer Schlacht bei Lugdunum, dem heutigen Lyon, getötet.
Septimus Severus stammte aus Nordafrika. In der Regierungszeit Marcus Aurelius wurde er Mitglied des Senats. Seine Herrschaft stütze er zum einen auf die Ritter und das Heer während er gleichzeitig daran arbeitete, die Macht des Senats zurück zu drängen. Seine Söhne Caracalla und Geta ernannte er zu Mitregenten. Da die Parther Niger unterstützt hatten und dabei in römische Provinzen eingedrungen waren, wendete er sich nun gegen sie und führte ihnen schwere Verluste zu, durch die die Parther für lange Zeit geschwächt wurden. Septimus Severus starb 211 auf einem Feldzug in Britannien.
Römische Kaiser – Caracalla (211-217)
Nachfolger des Septimus Severus wurden seine beiden Söhne Caracalla und Geta. Da sich die Brüder sehr feindlich gesinnt waren, kommt es von Anfang an zu einem erbarmungslosen Kampf der beiden gegeneinander. Der brutale Caracalla gewinnt die Oberhand, als es ihm gelingt, Geta ermorden zu lassen. Caracalla sieht sich in der Nachfolge Alexander des Grossen und beginnt mit Feldzügen in Richtung Osten. Ein Krieg gegen Armenien führt nicht zum Erfolg aber es gelingt ihm, in Mesopotamien die römische Grenze in Richtung Osten zu verschieben. Aus Angst von Caracalla hingerichtet zu werden, gelingt es seinem Gardepräfekten Macrinus, Caracalla im Jahr 217 bei einem Attentat zu ermorden.
Römische Kaiser – Macrinus (217-218)
Seine Herrschaft war nur von kurzer Dauer. Nachdem er nach der Ermordung Caracallas selber Kaiser wurde, beendete er den Feldzug gegen die Parther und kürzte den Soldaten wieder den Sold, der ihnen von Caracalla erhöht worden war. Diese Erbitterung der Armee konnte eine Schwägerin des Septimus Severus, Julia Maesa, ausnützen, indem sie einen Aufstand anzettelte, bei dem Macrinus ums Leben kam.
Römische Kaiser – Elagabal (218-222)
Julia Maesa gelang es geschickt, die Stimmung der Armeen zugunsten der Severer auszunützen und brachte so Elagabal, der zur Zeit seiner Thronbesteigung gerade mal 14 Jahre alt war, auf den römischen Thron. Elagabal stammt aus Syrien, wo er Priester des dortigen Sonnengottes El-Gabal war. Nachdem er nach Rom kam, kümmerte sich Elagabal weniger um Regierungsgeschäfte als vielmehr um die Verehrung seiner Gottheit, was ihm die Feindschaft des Senates einbrachte. Nachdem Julia Mesea um den Verlust der Macht für ihre Familie fürchete, liess sie Elagabal ermorden und brachte mit Severus Alexander einen anderen Enkel auf den Thron.
Trebonianus Gallus (251-253)
Nach dem Tod von Kaisers Decius, waren die Zeiten an der Spitze des Römischen Reiches erneut sehr unruhig. Zwar wurde der Sohn des Decius, Hostillianus, vom Senat zum Kaiser erhoben, jedoch hebt die Donau Armee Trebonianus Gallus auf den Thron. Nachdem Hostillianus jedoch an der Pest stirbt, kommt es zu keinen Schwierigkeiten um die Thronnachfolge. Um sich seine Herrschaft zu sichern, zieht Trebinius Gallus sofort Richtung Rom, hinterlässt den Kampf gegen die Goten Aemiliuanus, der sie zurücktreibt. Nach diesen Erfolgen ruft die Armee jedoch darauf Aemilianus ebenfalls zum Kaiser aus, der umgehend nach Italien zieht. Bei der anschließenden Konfrontation findet Trebonianus den Tod.
Die Anhänger des Trebonianus Gallus rufen ihrerseits Licinus Valerianus zum Kaiser aus, Aemilianus wird ermordet und Valerian der Nachfolger.
Valerian (253-260)
Valerianus ernennt seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten für den Westen des Reiches. Das römische Reich unter Valerian sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Alemannen, Franken und Goten dringen in das Reich. Gleichzeitig kämpft Valerian gegen die Parther, von denen er gefangen genommen wird. Es ist dies das erste Mal, dass ein Kaiser in Gefangenschaft gerät. Dort bleibt er bis zu seinem Tod, dessen Umstände nicht bekannt sind.
Gallienus (260-268)
Gallienus wird nach der Gefangennahme seines Vater Alleinherrscher. Während seiner Regierungszeit kämpft er unentwegt gegen die eindringenden Germanen. Innenpolitisch ist es eine Zeit von großer Instabilität, weil verschiedene Usurpatoren versuchen, die Krise zu nützen, um selber auf den Kaiserthron zu kommen. Von einem dieser Usurpatoren wird Gallienus im Jahr 268 getötet.
Tacitus (275-276)
Nach der Ermorung Aurelianus wird der Senat darum gebeten, einen Nachfolger zu benennen, der darauf den 75 jährigen Tacitus zum Kaiser benennt, der jedoch schon bald stirbt.
Probus (276-282)
Marcus Aurelius Probus wird im Jahr 232 in Pannonien geboren. Unter verschiedenen Kaisern ist er Offizier. Nach dem Tod des Kaiser Tacitus wird Probus Kaiser. Probus versucht im Imperium Ordnung zu schaffen, hat aber während seiner Regierungszeit auch mit Usurpatoren zu kämpfen. Er kämpft erfolgreich gegen die Germanenstämme der Vandalen, Gothen, Burgunder, Alemannen und Franken. Nachdem im Imperium vorgeblich Frieden herrscht, versucht Probus die Legionäre zu friedlichen Aufbauarbeiten heran zu ziehen, womit diese unzufrieden sind und ihn im Jahr 282 umbringen.
Carus (282-284)
Carus wird im Jahr 223 in Narbo, dem heutigen Narbonne geboren und im Jahr 282 zum Kaiser ausgerufen. Zusammen mit seinen zwei Söhnen Carinus und Numerianus, die er zu Caesaren ernannte, machte er sich an die Verteidigung des Imperiums. Während Carinus militärische Aufgaben im Westen des Reiches übernimmt, kämpft Carus mit Numerianus gegen die Sassaniden im Osten. Er wird im Jahr 284 dort umgebracht.
Carinus (283 -285)
Nachdem der Vater des Carinus und sein Bruder Numerianus umgebracht wurden, wird Diokletian zum Kaiser ausgerufen. Carinus stellt sich Diokletian entgegen. In Moesien treffen die Heere aufeinander. Obwohl Diokletian unterliegt, wird Carinus von den eigenen Soldaten umgebracht.
Numerianus (283-284)
Zusammen mit seinem Vater Varus und seinem Bruder regiert Numerianus das Reich. Er zieht mit seinem Vater gegen die Sassaniden. Nachdem Carus umgebracht wurde, werde seine Söhne als Nachfolger anerkannt. Auf dem Rückzug von Persien, dessen Ursachen nicht bekannt sind, erkrankt Numerianus und stirbt.
Claudius Goticus (268-270)
Marcus Aurelius Valerius Claudius wird im Jahr 219 in Illyrien geboren. 268 wird Marcus Aurelius Valerius Claudius Nachfolger des Kaisers Gallienus. Er ist der erste einer ganzen Reihe von Kaisern, die aus Illyrien stammen und von den eigenen Soldaten zum Kaiser ausgerufen werden. Die Zeit von 268 bis 285 ist somit die Zeit der „Illyrischen Soldatenkaiser“.
Ihm gelingt es, die Goten zurückzuschlagen und so das Römische Reich vor dem nahen Zusammenbruch zu retten. Die Siege über die Goten brachten ihm den Beinamen Goticus ein. So ist er uns heute unter dem Namen Claudius Goticus bekannt. Im Januar 270 stirbt Claudis Goticus an der Pest. Trotz seiner kurzen Regierungszeit war es ihm gelungen, das Römische Reich aus dem Tiefpunkt seiner militärischen Stärke zu holen.
Aurelianus (270-275)
Aurelianus wird im Jahr 214 geboren und stirbt 275. Er ist Soldat und macht beim Militär Karriere. Nach dem Tod des Claudius Goticus ernennt der Senat seinen Bruder Quintillus zum neuen Kaiser. Die Donauarmee akzeptiert diese Entscheidung nicht. Die Soldaten rufen den Kommandeur Aurelianus im April 270 zum Kaiser aus. Der vom Senat ernannte Quintillus wird von den eigenen Truppen zum Selbstmord gezwungen. Aurelianus sieht sich großen Aufgaben gegenüber. Er kämpft gegen die Vandalen, Alemannen und Goten und kann diese stoppen. Er gibt die Provinz Dakien wieder auf, weil diese komplett von germanischen Stämmen besiedelt war. Nachdem er gegen die Germanen Ruhe geschaffen hatte, wandte er sich einem anderen Krisenherd zu. In der Provinz Syrien hatte Septimia Zenobia die Schwäche des römischen Reiches genutzt, um eine von Rom selbstständige Herrschaft aufzubauen. Sie akzeptierte zwar nominell die römische Kaiser, herrschte aber selbstständig. Ihren Einfluss dehnte sie noch bis nach Arabien und Ägypten aus. In erfolgreichen Feldzügen kann er Zenobia besiegen. Sie wird als Gefangene nach Rom gebracht.
Anschliessend wendet sich Aurelianus dem unter dem Usurpator Postumus im Jahr 259 entstandenen gallischen Teilreich, auch „Imperium Galliarum“ genannt, zu. Es gelingt ihm, das Teilreich wieder in das römische Reich einzugliedern.
Die ganze Gefahr, die dem römischen Reich in dieser Zeit drohte, kann man schon aus der Tatsache sehen, dass Aurelianus Rom erstmals wieder mit einer Stadtmauer umgibt. Unter seiner Herrschaft erhalten viele Illyrer einflussreiche Stellen im Staat. Aurelianus wird 275 bei der Planung zu einem neuen Feldzug ermordet.
