Kaiser Marc Aurel – Marcus Aurelius
Marcus Aurelius (161-180) war der Nachfolger des Antonius Pius. Er regierte von 161-180. Mit ihm geht die Epoche des römischen Reiches zu Ende, in der Frieden und Wohlstand im Inneren und die größte Macht im Äusseren herrschte. Er kam von dem vorher erfolgreich praktizierten Prinzip der Nachfolge durch Adoption ab. Bei den Adoptivkaisern geht es darum, dass der regierende Kaiser schon zu seinen Lebzeiten seinen Nachfolger adoptiert. Es soll der Fähigste ausgewählt werden, statt einer einfachen Erbfolge. Marcus Aurelius empfiehlt zum Nachfolger aber seinen Sohn Commodus, vielleicht weil kein geeigneter Kandidat zu finden war.
Kaiser Marc Aurel – Kindheit & Jugend
Marcus Aurelius wurde 121 in Rom geboren. Seine Vorfahren waren aus Hispanien nach Rom gekommen. Sein Großvater, bei dem er aufwuchs, nachdem sein Vater 128 gestorben war, war Konsul. Marcus Aurelius wurde schon als Kind von Kaiser Hadrian gefördert. Als Hadrian im Jahr 138 Antonius Pius adoptiert, geschieht das mit der Vorgabe, dass dieser seinerseits Marcus Aurelius adoptiert. Er erhält ein umfassende Bildung. So dass er als junger Erwachsener viel über die Verwaltung ds Reiches weiss, abgesehen von einer guten Bildung in Rhetorik und Philosophie. Bereits mit 18 Jahren wird Marc Aurel Konsul.
Marc Aurel als Kaiser
Marc Aurel folgt Antonius Pius auf den Kaiserthron im Jahr 161. Er ernennt sogleich einen zweiten Adoptivsohn des Antonius Pius, Lucius Verus zum Mitregenten. Die Teilung der Herrschaft gab es unter Marcus Aurelius zum ersten Mal. Allerdings war Marc Aurel der Kaiser mit dem stärkeren Einfluss. Während Marcus Aurlius das Reich regiert, ist Verus als militärischer Befehlshaber aktiv. Diese geteilte Herrschaft dauert bis zum Tod des Lucius Verus im Jahr 169. Angesichts der grossen Herausforderungen, denen sich das Reich innerhalb kurzer Zeit gegenübersah, war dies eine weise Entscheidung.
Während es Antonius Pius gelungen war, Frieden mit dem ewigen Feind, den Parthern zu halten, gelingt dies Markus Aurelius nicht. Es kommt zum Krieg mit den Parthern und ihrem König Vologaeses III. In diesem Krieg ging es um die Kontrolle über Armenien, das einen romfreundlichen König hatte. Dieser wurde vertrieben, vier römische Legionen wurden vernichtet. Die Römer schlagen zurück und erreichten die parthische Hauptstadt. Dieser Sieg wird sich in der Folgezeit jedoch verhängnisvoll für das Imperium auswirken. Die Legionäre bringen von dort die Pest mit, die sich in der Folgezeit schnell über das Imperium verbreiten wird. Sie erhält den Namen Antoninische Pest, auch wenn es sich eher um eine Form von Pocken gehandelt dürfte als um die Pest, wie wir sie heute kennen. Die schnelle Verbreitung im Imperium resultiert auch auf Grund der schnellen Transportmöglichkeiten im Reich.
In dieser bedrohlichen Lage erwächst dem Imperium schon die nächste Gefahr. Die Chatten überqueren den Main, 166 weitere Germanenstämme. 168 werden die Stämme zwar besiegt, doch bereits im Jahr 170 überqueren die Markomannen und Quaden die Grenze, werden jedoch unter hohen Verlusten von den Römern besiegt. In dieser Situation gerät das Reich auch unter enormen finanziellen Druck. Die Kriege kosten viel Geld und gleichzeitig entvölkert die Pest ganze Landstriche. Während Marcus Aurelius an der Donau kämpft, bricht im Osten ein Aufstand unter Lucius Cassius, den Statthalter von Syrien gegen ihn aus. Die Aufstand bricht zusammen, führt aber dazu, dass Marcus Aurelius bald darauf seinen Sohn Commodus zum Nachfolger ernennt. Im Jahr 180 stirbt Marc Aurel eines natürlichen Todes, vermutlich einem Krebsleiden.
Kaiser Marc Aurel – der Philosoph
Marcus Aurelius war der Philosoph auf dem Kaiserthron. Und obwohl er keine Freude am Kriegführen hatte, war seine Regierungszeit weitgehend von Kriegen geprägt. Bekannt ist sein Buch „Selbstbetrachtungen“, das er unter anderem während seiner Feldzüge geschrieben hat.
Kaiser Marc Aurel – Zitate des Markus Aurelius
“Es wäre dumm sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum”
“Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken”
“Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben”
